Thu. - 11.03.2010 - 19:18

LIVESTYLE - 30. Januar 2010

Süße Branche

messe Süße BrancheViele, viele neue Ideen im Schokoladensegment: Darauf dürfen sich zunächst einmal die Fachbesucher der Süßwarenmesse, vielleicht dann auch in Kürze die Verbraucher, freuen.

Kaugummi aus der Tube, Süßes mit Zwiebeln oder Schokolade zum Einatmen – auf der Kölner Süßwarenmesse zeigen 1500 Hersteller aus 66 Ländern ihre neuesten Erfindungen. Einige Ideen sind ganz schön kurios!

Einer der aktuellen Trends im Süßwarenmarkt geht nach Branchenangaben zu Bitter-Schokoladen mit hohem Kakaoanteil.

Natürliche Auszüge aus Bergamotte, Zitrone, süße Orange, Neroli, Lavendel und andere kostbare Essenzen parfümieren eine feine weiße Trüffelmasse, die als 4711-Praline mit echt kölnisch Wasser Liebhaber ausgefallener Kompositionen begeistern wird.

messe1 Süße BrancheDieser Spezialitätenhersteller aus Deutschland bringt außerdem seine neue Schokolade “Himmel und Erd” mit nach Köln. Auf die beruhigende und wohltuende Wirkung von Schokolade setzt die “Anti-Stress-Praline”, die mit reinen Naturölen wie Pfefferminze, Blutorange, Zitronenmelisse und Rosenwasser, so der Hersteller, “eine einzigartige Geschmacksharmonie für die Sinne” ergibt.

Die “Kraft der Magie” beschwört eine Kombination von edler Schokolade, die zusammen mit Symbolen von Glück, Harmonie und Geborgenheit in einer hochwertigen Verpackung kombiniert wird, gedacht als besonderes Geschenk für besondere Menschen.

Die anspruchsvolle Küche Japans wird in den Schokoladen-Sushi eines belgischen Unternehmens aufgegriffen: Das Sortiment ist optisch an die fernöstliche Spezialität angelehnt und verbindet belgische Schokolade mit exotischen Geschmacksrichtungen wie Ingwer, Kokosnuss, Mango oder Ananas.

Neu in der Schokoladenherstellung ist die Frucht des Baobab-Baumes, des afrikanischen Affenbrotbaumes. Sie gilt als sehr gesund und ergänzt den Geschmack der Schokolade ausgezeichnet. Stevia dagegen ist eine Pflanze, die schon seit Jahrhunderten wegen ihrer starken Süßkraft als Süßstoff verwendet wird, so in Asien.

In der EU ist sie als Lebensmittelzusatz nicht zugelassen, wohl aber in der Schweiz. Eine neue Schokolade Schweizer Herstellung aus dunklem Kakao bietet daher subtile, komplexe Aromen bei reduziertem Zuckergehalt für Abnehmerländer, in denen Stevia zugelassen ist.

Fruchtiges Waldfrucht-Prosecco-Marzipan aus Lübeck, umhüllt von knackiger Zartbitterschokolade, wird nicht nur Marzipan-Liebhaber begeistern. Probieren kann der interessierte Fachbesucher auch eine Marzipan-Kartoffel in Originalgröße, noch dazu in Bio-Qualität, hergestellt im Odenwald. Und zu Ostern könnte es bald auch frische Marzipan-Eier in Pfirsich-Variante geben. Die kommen dann aus Aachen.

Prominente stehen häufig Pate für Innovationen, so auch der Schauspieler Dirk Bach, der gemeinsam mit einem deutschen Schokoladen-Kreateur eine eigene Range präsentiert, darunter interessante Mischungen wie Weiße Schokolade Ananas-Curry oder Vollmilch-Schokolade-Möhre-Haselnuss.

Aus Italien kommt der “Chocoburger”, ein Snack aus Getreide, Keks und Schokoladencremefüllung, der an den berühmten “Hamburger” erinnert.

Originelle Geschmacksrichtungen präsentiert ein Dragee-Hersteller, der Früchte wie Cranberries oder Kirschen mit Aromen wie grünem Tee, Ingwer, schwarzen Oliven oder Rosmarin anreichert und diese in Schokolade mit Herkunftsbezeichnung hüllt.

Wer seine Botschaften gerne in Schokolade schreiben würde, der kann dazu bald das Schokoladenalphabet eines niederländischen Anbieters nutzen.

Eine neue kulinarische Erfahrung verspricht die “Inhaling Chocolate” - made in France. Die neue Art, Schokolade zu genießen, heißt, sie einzuatmen - Genuss ohne Kalorien, dafür um so mehr Geschmack und Aroma.

Mit einem einzigen Atemzug inhaliert der Schokoladenliebhaber Hunderte von winzigen Partikeln mit Schokoladengeschmack. Gedacht als Appetizer zu Wein oder Kaffee. Weinliebhaber werden darüber hinaus Vergnügen an einer Sommelier-Kollektion haben, die ausgesuchte Schokoladen und Weine kombiniert. Und dass Schokolade und hippe Musik zusammenpassen, davon zeigt sich ein Anbieter überzeugt, der seine Tafeln mit dem passenden Musiktitel zum Download auf der firmeneigenen Website vereint.

messe2 Süße BrancheBonbons und Hartkaramellen werden leuchtende Signale setzen. Dazu tragen moderne Formen - z. B. Kleeblätter - und kräftige Farben bei - gepaart mit neuen Geschmackskomponenten wie Prosecco (alkoholfrei) oder Rotwein. Fruchtige Fruchtgummis mit kleinen Liebesperlen in knalligen Farben, Fußball-Lollies mit Nationenflaggen, Bio-Gummi-Würmer, gefüllte Marshmallows, gruselige Halloween-Augen mit flüssigem Innenkern (Herkunftsland: Brasilien), Fruchtgummi-Bohnen in den Geschmacksrichtungen Chili-Mango oder Litschi, Fruchtgummis in Form von Hühnerfüßen (Herkunftsland: Spanien) - dies sind weitere Neuheiten aus dem Segment Zuckerwaren.

Auch Zungentatoos auf Zuckerfolie, mit denen sich - vergängliche - Muster auf die Zunge zaubern lassen, gehören zu den Neuheiten der Süßwarenmesse.

Noch ein Blick auf die Feinen Backwaren: Neben Hexen- und Weißhäuschen zum Selberbasteln für die ganze Familie fallen knusprige, superdünne Varianten von zartem Gebäck auf. Traditionelle Backwaren wie Zwieback werden noch praktischer in trendgerechten kleinen Verkaufseinheiten verpackt. Kakaogebäck wird durch kalabresischen Peperoncino-Chili verfeinert, Cantuccini dagegen durch delikates Lakritze. Kretisches Biogebäck mit extra nativem Olivenöl - die Welt des Feingebäcks ist groß und weit und berücksichtigt jeden Geschmack.

Bei den Knabberartikeln fallen Erdnüsse mit lockerem Reismantel, knusprige Cornflakes-Spezialitäten oder auch Waffel-Snacks mit einer Käsecremefüllung auf.

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