Eine Woche haben fünf französischsprachige Journalisten auf einem abgeschiedenen Bauernhof in Südwestfrankreich gelebt. Ihre einzige Verbindung zur Welt: Twitter und Facebook. Die Reporter sollen von dort aus täglich informieren - als säßen sie im Studio in ihrem Sender, allerdings mit völlig anderen Nachrichtenquellen.
Mit den dort verbreiteten Informationen haben sie gearbeitet und festgestellt: Manchmal sind traditionelle Medien besser.
“Je mehr Freunde man hat, desto mehr Informationen hat man auch. Aber heute Morgen beispielsweise hätte ich nichts über die Streiks im französischen öffentlichen Dienst erfahren, wenn ich nur Facebook und Twitter gehabt hätte.
Sicher, die Informationen kann man nicht schnell überprüfen, aber wenigstens hat man hier den Eindruck, Gefühle mit anderen Menschen zu teilen. Mit Menschen aus der Nachbarschaft oder am anderen Ende der Welt.”
Der Belgier Nicolas Willems hat nach dieser Woche vor allem zwei Empfehlungen.
Wer Informationen und vor allem Einschätzungen über Politik oder internationale Entwicklungen braucht, sollte diese nicht bei Twitter oder Facebook suchen: “Bei den Informationen überwiegen die Nachrichten über die Schönen und Berühmten, also “soft news”, auch über Kinofilme.
Und außerdem geht es um Neue Technik.” Da seien Internetgemeinschaften vielleicht die besten Informationsquellen. Zum anderen sei es woanders schneller möglich, sich zu informieren: “Es kostet unglaublich viel Zeit. Es dauert, sich ein gutes Netzwerk von Informanten anzulegen, von denen man weiß, dass sie wirklich zuverlässig in ihrem Gebiet sind. Und sich nur über die neuen Netzwerke zu informieren, das dauert einfach ewig!”
Informationen bietet Twitter viele, doch oft fehle die Einordnung, stellten die Journalisten fest.
Spam überflutet soziale Netzwerke
Mehr Malware und Spam auf Facebook und Co.: Laut einer Umfrage unter Unternehmen in den USA werden soziale Netzwerke immer mehr zum Sicherheitsrisiko.
Bei der vom US-Unternehmen Sophos durchgeführten Befragung gaben 57% der Nutzer an, sie hätten im Jahr 2009 Spam über Web-2.0-Seiten empfangen. Nach Angaben der Online-Sicherheitsexperten ist das ein Anstieg von 70,6 Prozent im Vergleich zu 2008. 36 Prozent der Befragten sagten, sie hätten Malware entdeckt, das entspricht einem Anstieg von 69,8 Prozent.










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